Wolf Wondratschek

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    Wolf Wondratschek, geboren 1943, ist Schriftsteller. Aufgewachsen in Karlsruhe, studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Heidelberg (bei Hans Georg Gadamer), Göttingen und Frankfurt am Main (bei Theodor W. Adorno).

    Seine literarischen Anfänge zeigen seine gesellschaftskritische Haltung. 1969 und 1970 entstanden seine ersten Bücher „Früher begann der Tag mit einer Schußwunde“ und „Ein Bauer zeugt mit einer Bäuerin einen Bauernjungen, der unbedingt Knecht werden will“.

    Wolf Wondratschek schrieb Lyrik und Essays, aber auch Musiktexte, Kurzprosa, Hörspiele und Reportagen. Seit seinem Umzug nach Wien im Jahre 1996 schrieb Wondratschek vor allem Erzählungen und Romane, u.a. „Mozarts Friseur“, „Mara“ (über das berühmte Stradivari-Cello) oder „Das Geschenk“. Sein Gedichtzyklus „Das Mädchen und der Messerwerfer“ kam 2014 als Ballett auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper zur Uraufführung (in der Choreographie von Simone Sandroni).

    Wondratschek, dessen Werke in mehrere Sprachen übersetzt vorliegen, erhielt bislang drei bedeutende Auszeichnungen, zwei zu Beginn seiner Karriere als Schriftsteller, die letzte erst 2012 (Literaturpreis der Wilhelm und Christine Hirschmann-Stiftung).

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